Als ich 1991 das erste Mal Hundisburg besuchte, glich das Schloss einer romantischen Ruine – nach dem Zweiten Weltkrieg zum Teil ausgebrannt, schreckte die Barockfassade mit offenen Fensterlöchern und in zerfallenen Räumen wuchsen fröhlich Wildpflanzen.
Die Schlossanlagen waren von einem Volkseigenen Gut (VEG) landwirtschaftlich genutzt worden, die heutige Konzertscheune als Lagerplatz, die ehemalige Schlosskapelle als Pferdestall. Der Barockgarten diente u.a. als Fußballplatz.

Nach der Wende begann der Wiederaufbau und als ich 2002 aus China zurück nach Hundisburg zog, waren das Schloss und die umliegende Kulturlandschaft schon wieder erblüht.
Noch tief beeindruckt von der chinesischen Architektur und Landschaftskultur, spürte ich sofort, dass hier wunderbare Kulissen und Räume vorhanden sind für Aktivitäten, die dem Menschen einen Rückzug aus dem Alltagstress und eine Besinnung auf das Wesentliche ermöglichen.

Nun lag es für mich nah, dass neben die Architektur, die Gartenkunst, die Landschaftsgestaltung, die Bildende Kunst, die Musik und die Literatur, die hier bereits eine Heimstatt gefunden haben, auch Bewegungskünste treten sollten und sie den Begriff „Kultur-Landschaft Haldensleben-Hundisburg“ um einen neuen Aspekt bereichern könnten.

Die Veranstaltung Meditation – Bewegung – Kampfkunst

soll eine Plattform für gesundheitsfördernde Aktivitäten bieten – für die ruhige innere Bewegung bei Qigong und Meditation, aber auch für Taijiquan und dynamische Kampftechniken aus dem asiatischen Raum.

Ich hoffe, dass unser Angebot Ihr Interesse findet und heiße Sie auch in Namen meiner Kollegen herzlich auf Schloss Hundisburg willkommen!
Beata Gärtner